Kleben statt Bohren

Kleben statt Bohren – So klebt man mit Silikon und Montagekleber richtig

Dank moderner Klebstoffe müssen Sie heutzutage bei kleineren Montagearbeiten keine schweren Werkzeuge mehr in die Hand nehmen. Sie können einfach Kleben statt Bohren oder auch Kleben statt Schweißen. Sie finden Montagekleber für praktisch alle Materialien und Oberflächen.

Kurzanleitung – Wie Kleben statt Bohren funktioniert

Benötigte Zeit: 20 Minuten.

Die wichtigsten Arbeitsschritte beim Kleben mit Silikon- und Montagekleber auf einen Blick:

  1. Arbeitsplatz vorbereiten

    Legen Sie sich alles wichtige bereit und achten auf ausreichend Platz.

  2. Oberflächen vorbereiten

    Die zu klebenden Oberflächen müssen Sie von Staub, Fett, Ölen oder anderen Schmutzpartikeln befreien.

  3. Grundierung auftragen

    Falls ihr Untergrund nicht porös ist sollten Sie einen Aktivator auftragen, wenn ihr Untergrund porös ist müssen Sie Ihre Oberfläche mit einer Grundierung behandeln.

  4. Kleber auswählen

    Silikon eignet sich für den Außenbereich oder für die Abdichtung von Fugen. Ein Montagekleber eignet sich besonders gut, um zu kleben statt zu bohren und haftet auf fast allen Oberflächen.

  5. Kleber auftragen

    Silikon tragen Sie Mithilfe einer Handpistole auf. Tauchen Sie Ihre Finger in Seifenlauge und glätten Sie die Silikonfläche. Wenn Sie einen Montagekleber verwenden, tragen Sie diesen auf und warten bis der Kleber vollständig verhärtet ist.

Kleben mit Silikon bzw. mit Montagekleber hat diverse Vorteile, die Sie als Heimwerker zu schätzen wissen werden. Die Anwendung ist einfach und die Kleber sind vielseitig einsetzbar. Wichtig ist es, dass der Montagekleber klebt und dichtet. Leichtes und präzises Arbeiten wird durch eine hohe Anfangshaftung erleichtert.

Kleben statt Bohren mit Silikon

Silikon ist nicht gleich Silikon: Es gibt spezielle Silikone, die für unterschiedliche Anwendungsbereiche entwickelt wurden. Bausilikon ist z. B. besonders geeignet für den Einsatz im Außenbereich. Es gehört zu den neutralvernetzenden Silikonen und haftet auf nahezu allen bautypischen Untergründen. Durch besondere Zusatzstoffe ist Bausilikon vor der schädlichen Einwirkung durch die Sonne und die damit einhergehende UV-Strahlung geschützt.

PTW Sanitärsilikon ist dagegen ein Silikon Dichtstoff, der speziell für Sanitär- und Fugenabdichtungen geeignet ist. Um im Nassbereich optimale Hygiene zu gewährleisten, ist im PTW Sanitärsilikon ein Fungizid enthalten und er ist beständig gegen Desinfektionsmittel und Haushaltsreiniger. Zudem ist er UV-beständig und wetterbeständig.

Das Hauptanwendungsgebiet für PTW Sanitärsilikon sind das Abdichten von Fugen bei Keramikfliesen und bei Sanitäreinrichtungen. Es kommt aber auch bei Glasversiegelungen, im Vitrinenbau, Fensterversiegelungen, bei Anschlussfugen und in weiteren Bereichen zum Einsatz. PTW Sanitärsilikon klebt und dichtet auf allen üblichen Bauuntergründen, wie etwa

  • Keramikfliesen
  • Metalle
  • Aluminium
  • Glas
  • u. v. m.

Um mit Silikon zu kleben, empfiehlt es sich, den Klebstoff gleichmäßig auf der Klebefläche zu verteilen. Das Silikon sollte nicht zu dick aufgetragen werden, einige Millimeter Dicke sind ausreichend. Sie sollten mindestens an jedem Rand sowie in der Mitte einen Punkt setzen, um ein stabiles Ergebnis zu erzielen. Anschließend werden beide Flächen zusammengedrückt, bis der Kleber ausgehärtet ist.

Universal-Montagekleber – Kleben statt Bohren

Ein Universal-Montagekleber erlaubt es Ihnen, feste Verbindungen zwischen unterschiedlichen Materialien zu schaffen. Sie können also Kleben statt Schweißen oder Bohren und das ganz unabhängig vom Material des Untergrundes. Ein großer Vorteil eines Polymerklebers ist, dass sie ihn nach dem Aushärten problemlos überstreichen und wieder rückstandslos entfernen können.

Montagekleber sind wasserresistent und eigenen sich damit auch zum Einsatz im Außenbereich. Die UV-Beständigkeit garantiert, dass die Klebestellen nicht vergilben oder mit der Zeit porös werden. Das Klebeergebnis ist damit nicht nur fest, sondern auch lang anhaltend.

Oberflächenvorbereitung und Verarbeitung

Um eine optimale Haftfestigkeit auch bei kritischen Anwendungen zu gewährleisten, ist ein wenig Vorbereitungsarbeit notwendig. Kritische Anwendungen sind Fugen und Oberflächen, die starken Belastungen ausgesetzt sind. Das können extreme Witterungsbedingungen sein oder auch eine dauerhaft starke Belastung mit Wasser. Nicht poröse Untergründe sollten Sie nach einer gründlichen Reinigung mit einem Aktivator behandeln. Bei porösen Untergründen empfiehlt sich eine Grundierung. Falls Sie Folien oder andere schützende Trennmittel nutzen, die bei Kunststoffen häufig zum Einsatz kommen, müssen Sie diese vor dem Abdichten oder Kleben mit Silikon entfernen.

Stellen Sie vor der Verarbeitung sicher, dass alle Haftflächen tragfähig, trocken, fett- und staubfrei sind. Das Silikon wird dann mit einer Handpistole gleichmäßig auf die Oberfläche aufgetragen. Gehen Sie dabei so vor, dass sich keine Lufteinschlüsse bilden. Mithilfe von etwas Seifenlauge und Ihrem Finger glätten Sie im Anschluss die Fuge. Achten Sie darauf, dass keine Seifenlauge zwischen das Dichtmittel und die Fugenkante gerät, um die Haftwirkung nicht zu beeinträchtigen. Auch Reparaturen sind auf diese Weise möglich, sofern Sie das gleiche Material verwenden.

Entfernen des Klebstoffes

Silikon oder Universalkleber lassen sich grundsätzlich mechanisch entfernen. Hohe Temperaturen können ebenfalls dazu beitragen, dass die Klebestelle gelockert wird. Im Handel finden Sie Mittel, die eine Entfernung des Klebers durch chemische Zersetzung versprechen. Erreicht wird das durch einen hohen Anteil an Lösungsmitteln. Deshalb sollten Sie diese Mittel nur mit großer Vorsicht einsetzen, um keinen Schaden auf dem Untergrund anzurichten. Sollten Sie noch Fragen zum entfernen von Kleberesten von unterschiedlichen Materialien haben, werden Sie sicher in unserem ausführlichen Ratgeber zu Klebereste entfernen fündig.

Fazit

Bei sehr kleinen Klebeflächen können die Kleber das Bohren nicht ersetzen. Ist die Arbeitsfläche aber ausreichend groß und wird der Kleber ordnungsgemäß verarbeitet, ist das Kleben eine echte Alternative, die einige Vorteile mit sich bringt. Wenn Sie Kleben statt Bohren, wird die Oberfläche nicht beschädigt, was ein rückstandsloses Entfernen ermöglicht.

Mit den entsprechenden Produkten erhält man zusätzlich einen Schimmelschutz und erreicht eine Wasserabdichtung, denn Montagekleber klebt und dichtet. Beides können Sie durch eine Schraubenverbindung nicht erreichen. Zudem ist es nicht notwendig, schweres Gerät zu Hause zu haben. Das Kleben geht geräuschlos vonstatten und man vermeidet unangenehme Staubbildung.

Häufige Fragen und Antworten zu Kleben statt Bohren

Welcher Kleber für die Wand?

Für schnelle Arbeiten mit Kleber eignet sich Sekundenkleber. Wollen Sie Holz auf eine Wand kleben oder etwas auf eine Holzwand kleben, eignet sich Holzleim am besten. Statt zu Bohren können Sie Montagekleber nutzen, um Dinge sicher an der Wand anzubringen. Achten Sie stets darauf, dass die Klebefläche und die Wand fettfrei, staubfrei und trocken sind.

Welcher Kleber klebt auf Fliesen?

Für das Kleben von Fliesen eignet sich Montagekleber am besten. Zum Abdichten und Verfugen empfehlen wir Badsilikon. Alle wichtigen Infos zum Thema Fliesen kleben haben wir in unserer Klebeanleitung Fliesen kleben für Sie zusammengefasst.

Was kann man mit Montagekleber alles kleben?

Mit Montagekleber können Sie fast alles von PVC über Steine, Natursteine, Styropor, Fliesen, Plastik, Glas, Metall bis zu Holz kleben. Eine Auswahl an Klebeanleitungen für Materialien, welche Sie mit Montagekleber kleben können, finden Sie unter der Kategorie Montagekleber.

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