PVC-Rohre

PVC kleben – so klebt man PVC richtig

Aus einem modernen Haushalt sind Kunststoffe nicht mehr wegzudenken. Viele Gegenstände des täglichen Lebens bestehen heute aus Kunststoff.

Kurzanleitung – PVC kleben

Benötigte Zeit: 25 Minuten.

Die wichtigsten Arbeitsschritte beim Kleben von PVC auf einen Blick:

  1. Den Arbeitsplatz vorbereiten

    Zuerst sollten Sie Kunststoffreiniger oder Desinfektionsmittel bereitstellen und auf eine ausreichend große und saubere Arbeitsfläche achten.

  2. PVC vorbereiten

    Bevor Sie PVC kleben können, müssen Sie die Oberflächen mit dem bereitgestellten Reiniger oder Desinfektionsmittel säubern und trocknen lassen. Um eine bessere Haftung zu gewährleisten, können Sie die Oberfläche zusätzlich mit etwas Schleifpapier anrauen.

  3. Kleber auftragen

    Nach der Vorbereitung können Sie den Kleber auf beide Seiten auftragen.

  4. Kleber trocknen lassen

    Lassen Sie den Kleber bis zur Berührtrockenheit ca. 5 bis 15 Minuten trocknen.

  5. PVC Teile zusammenpressen

    Nach der Phase des Trocknens müssen Sie die Teile nochmals kurz fest zusammenpressen. Danach erfolgt eine Phase des Trocknens, bis eine Belastung möglich ist.

Bei der Wohnungseinrichtung und der Gestaltung von Fußböden finden Kunststoffe überall Verwendung. Doch Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff! Das zeigt sich besonders, wenn etwas neu zu verlegen ist oder wenn bei einer Reparatur etwas aus Kunststoff geklebt werden soll. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen zeigen, welche Eigenschaften in diesem Zusammenhang PVC hat und wie PVC richtig zu kleben ist.

Was ist PVC und wie klebt man PVC richtig?

Bei der Unterscheidung der Arten von Kunststoffen gibt es drei große Gruppen:

  • Thermoplaste
  • Duroplaste
  • Elastomere

Der Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) gehört zur Gruppe der Thermoplaste. Diese Sparte der Kunststoffe lassen sich in bestimmten Temperaturbereichen sehr gut verformen. Ein besonderer Vorteil ist dabei, dass PVC beliebig oft erwärmt oder abgekühlt werden kann. Nur bei falscher Anwendung durch Überhitzung zerfällt PVC in seine Bestandteile. Eine weitere positive Eigenschaft von PVC ist, dass der Werkstoff schweißbar ist. Aus diesem Grund findet sich PVC in vielen Bereichen der Baubranche wieder. Richtig angewendet, lässt sich PVC sehr gut verkleben. Dazu eignet sich beispielsweise sehr gut Zweikomponenten-Epoxidharzkleber.

Der Kleber kann sowohl im Innen- wie im Außenbereich hervorragend verwendet werden. Der Vorteil dieses Zwei-Komponenten-Klebers ist die Doppelkammer in der Kartusche. Dort werden die beiden Komponenten des Klebstoffs voneinander getrennt aufbewahrt. Durch sanftes Drücken mit der Kartuschenpresse gelangt der Klebstoff über die beiden mitgelieferten Mischdüsen exakt zum vorgesehenen Ziel. Das umständliche anmischen der beiden Komponenten des Klebers entfällt bei dieser Methode. So lässt sich PVC zügig Verlegen bei maximaler Klebkraft.

Wie wird PVC hergestellt und welche Eigenschaften besitzt der Werkstoff?

Bei PVC handelt es sich um ein thermoplastisches Polymer. Die Herstellung erfolgt durch das Synthetisieren aus dem Monomer Vinylchlorid. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen wird für die Produktion von PVC nur relativ wenig Erdöl als Ausgangsstoff benötigt. Der große Vorteil von PVC ist seine große Resistenz gegenüber Chemikalien. Zusätzliche Vorteile sind eine große Beständigkeit gegenüber eintreffender UV-Strahlung und Witterungseinflüssen.

Welche Gefahren und Risiken ergeben sich beim Umgang und Kleben von PVC?

Zur Herstellung von PVC ist die Zugabe diverser Additive erforderlich. Dazu gehören:

  • Gleitmittel
  • Stabilisatoren
  • Weichmacher

Diese beeinflussen den Umgang mit PVC in seiner Verwendung. Das gilt gleichfalls für PVC kleben – so klebt man PVC richtig, ist deshalb wichtig im perfekten Umgang mit diesem Werkstoff.

Vinylchlorid als Bestandteil von PVC ist in der Diskussion zwischen Umweltverbänden und der Industrie umstritten. Es geht dabei um die Vermutung, dass Vinylchlorid krebserregend ist. Aus diesem Grund sind bei der Herstellung von PVC hohe Sicherheitsstandards beim Arbeitsschutz einzuhalten. Inwiefern das Endprodukt aus PVC für den Verbraucher gesundheitsgefährdend ist, wird noch diskutiert.

Wo kommt PVC zum Einsatz und in welcher Form gibt es PVC?

Für die Verwendung von PVC gibt es zwei unterschiedliche Formen. Man unterscheidet hier zwischen Produkten aus Weich-PVC und Hart-PVC.

Weich-PVC

Die besondere Eigenschaft von Weich-PVC liegt in seinem elastischen Verhalten. Weich-PVC findet man vor allem als:

  • Fußbodenbelag
  • Flexibles Dichtmaterial
  • Isoliermaterial für Kabel und Leitungen

Hart-PVC

Bei der Herstellung von Hart-PVC wird auf die gesundheitsgefährdenden Weichmacher bei der Produktion verzichtet. Weich-PVC findet man in Verbindung mit:

  • Profilen
  • Rohren
  • Rohrleitungen
  • Fassadenelementen
  • Lüftungsschächten
  • Lichtkuppeln

PVC kleben – so klebt man PVC richtig

Beim Kleben von Werkstoffen aus PVC sind Materialien aus Hart-PVC relativ problemlos. Für diese Arbeiten, insbesondere bei kleinflächigen Klebeaufträgen, verwenden Sie am besten den DIP-Tools geruchloser Sekundenkleber. Mit den drei leistungsstarken Tuben können Sie PVC mit der feinen Düse ganz exakt verkleben und erzielen dabei ein optimales Ergebnis in sekundenschnelle.

Handelt es sich bei dem zu klebenden Werkstück um Weich-PVC, ist beim Klebevorgang größte Vorsicht erforderlich. Die im Weich-PVC enthaltenen Moleküle der Weichmacher können an der Oberfläche mit dem aufgetragenen Klebstoff chemisch reagieren. Das kann dazu führen, dass es zu keiner dauerhaften Klebeverbindung kommt. Dieses Problem verstärkt sich, wenn die zu klebenden Flächen im Anschluss unter hoher Belastung sind. Der gleiche Effekt entsteht bei Klebeteilen, die einer großen Spannung ausgesetzt werden. In diesem Fall ist es wichtig, den richtigen Kleber und das passende Klebeverfahren anzuwenden, damit man PVC richtig verklebt.

Die Vorbereitung zum PVC kleben

Als erster Schritt ist es wichtig, die Kunststoffoberfläche der PVC-Teile ordentlich zu säubern. Dazu verwendet man am besten einen speziellen Kunststoffreiniger. Alternativ ist im Haushalt auch ein Stück Seife oder Desinfektionsspray hilfreich. Nach erfolgter Reinigung sind die zu klebenden Flächen an der Luft zu trocknen. Verhindern Sie möglichst eine Berührung der Teile, da es sonst zu einer erneuten Verschmutzung kommt. Mit etwas Schleifpapier können Sie die zu klebenden Flächen leicht anrauen. Das sorgt beim Kleben für eine bessere Haftung.

Das Kontaktklebeverfahren

Beim Kontaktklebeverfahren wird der Klebstoff gleichmäßig auf beide Seiten der zu klebenden Teile aufgetragen. Der DIP-Tools Universal-Montagekleber eignet sich dafür hervorragend, weil aus der Tube der Klebstoff sparsam und passgenau auf die einzelnen Kontakte aufgetragen werden kann. Je nach Beschaffenheit der Oberfläche erfolgt dann eine 5 bis 15-minütige Phase des Ablüftens bis zur Berührtrockenheit. Jetzt kommt der entscheidende Moment. Beide zu klebende Teile werden kurz fest und intensiv zusammengepresst. Anschließend wartet man, bis die Klebeverbindung ausgehärtet ist, bevor eine Belastung erfolgt. Ein Vorteil des Kontaktklebeverfahrens ist, dass die Verklebung von nicht durchlässigen Materialien mit diesem Verfahren möglich ist.

Häufige Fragen und Antworten zu PVC kleben

Welcher Kleber für PVC?

Sie können zum Beispiel Methacrylatkleber oder Polyurethankleber verwenden, um PVC zu kleben.

Kann man PVC mit Silikon kleben?

Wenn Sie Silikon mit PVC kleben dann sollten Sie einen speziellen Silikonkleber für PVC verwenden.

Kann man PVC auf Holz kleben?

PVC auf Holz kleben funktioniert beispielsweise mit Montagekleber.

Welcher Kleber für PVC auf Holz?

Um PVC auf Holz zu kleben eignet sich Montagekleber.

Welchen Kleber für Kunststoff?

Je nach Kunststoff eignen sich verschiedene Arten von Kleber, zum Beispiel eignen sich Kleber auf Acrylatbasis für verschiedene Kunststoffarten.

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