Leder in verschiedenen Farben

Leder kleben – So klebt man Leder richtig

Leder kleben – aufgrund seiner hochwertigen Eigenschaften wird Leder oft im sichtbaren Bereich verarbeitet. Aus diesem Grund wird beim Verkleben von Leder oft darauf geachtet, dass es keine Anzeichen von Spuren der Ausbesserung gibt.

Kurzanleitung – Leder kleben

Benötigte Zeit: 20 Minuten.

Die wichtigsten Arbeitsschritte beim Kleben von Leder auf einen Blick:

  1. Die Arbeitsfläche vorbereiten

    Achten Sie vor Beginn auf eine staubfreie und gereinigte Arbeitsfläche.

  2. Den Kleber auswählen

    Sie können je nach Zweitmaterial zwischen Kontaktkleber, Lederkleber, Sekundenkleber oder Sprühkleber wählen.

  3. Lederstück vorbereiten

    Das Lederstück und andere zu klebende Teile sollten gereinigt werden und öl- sowie fettfrei sein.

  4. Probeverklebung

    Nach der Wahl Ihres Klebers empfielt es sich an einem nicht sichtbaren Stück eine Probeverklebung durchzuführen, um sicher zu gehen das keine Flecken oder Verfärbungen beim Verkleben entstehen.

  5. Kleber trocknen lassen

    Danach muss je nach Wahl des Klebers einige Zeit vergehen bis der Kleber ausgehärtet ist und die Teile belastbar sind.

Lederteile begegnen uns im Alltag an vielen Orten wie zum Beispiel:

  • Schuhen
  • Sofas
  • Kleidung
  • Taschen
  • Gürteln
  • Satteln

Weil es sich bei Lederartikeln um Naturprodukte handelt, ist bei der Reparatur an schadhaften Stellen mit besonderer Vorsicht zu arbeiten. Wir zeigen Ihnen in unserem Ratgeber, wie man Lederteile richtig verklebt und worauf Sie bei der Arbeit achten sollten.

Leder kleben – Materialkunde zum Einstieg

Lederstücke sind reine Naturprodukte aus Tierhaut. Die häufigsten Tiere, die bei der Lederherstellung eine Rolle spielen sind:

  • Büffel
  • Rind
  • Ross
  • Schwein
  • Ziege

Durch die Gerbung erhält es seine weiche Oberfläche und Haltbarkeit. Dabei behält das Rohmaterial seine natürliche Struktur. Die feine Papillarschicht auf der Außenseite des Leders gibt der Oberfläche eine glatte Optik. Unterhalb der Oberfläche befindet sich die grobfaserige Retikularschicht. Sie sorgt für die mechanische Festigkeit des Rohleders. Lederstücke sind sehr strapazierfähig und gleichzeitig geschmeidig. Zusätzlich zeichnen sie sich durch Eigenschaften wie Wasserundurchlässigkeit und Atmungsaktivität aus. Deshalb sind Lederprodukte sehr beliebt und finden eine vielseitige Verwendung.

Worauf sollte man beim Kleben von Leder achten?

Teile aus Ledermaterial gelten als sehr beweglich. Sie zeichnen sich durch Elastizität aus und werden daher gerne im Zusammenhang mit Kleidung oder Möbeln verarbeitet. Beim Verkleben sind die meisten Lederarten relativ flexibel. Daher sollten Sie beim Kleben von Lederteilen miteinander einen weichen Klebstoff verwenden. Ein härterer Kleber eignet sich, wenn Sie Lederstücke mit einem festen Werkstoff wie beispielsweise Holz verkleben wollen. Beim Zusammenkleben mit Metall und auch Holz eignet sich zum Verkleben ein Sekundenkleber sehr gut.

Dieser Klebstoff ist transparent und kann mit der handlichen Düse punktgenau auf die zu klebenden Flächen aufgetragen werden. Die Handfestigkeit tritt sofort ein und bereits nach kurzem Aushärten ist die maximale Endfestigkeit erreicht.

Achten Sie beim Kleben auf die Optik

Bevor Sie mit dem Verkleben von Lederteilen beginnen, ist die Auswahl des richtigen Klebstoffes entscheidend für den späteren Erfolg. Besonders im sichtbaren Bereich, beispielsweise bei Lederschuhen oder Ledermöbeln sollte der Kleber keine Spuren hinterlassen. In einigen Fällen dringt ein falsch angewendeter Kleber nach Außen und beschädigt die Optik des Schuhs oder Möbelstücks.

Sekundenkleber von Leder entfernen

Sollte Ihnen beim Kleben der Lederteile Sekundenkleber an sichtbare Stellen gekommen oder zwischen den Klebestellen hervorgequollen sein, haben wir hier einen Ratgeber zum Thema Sekundenkleber entfernen für Sie erstellt. Sollte der Sekundenkleber noch nicht ausgehärtet sein, können Sie sofort frisches Wasser auf den Fleck geben. So härtet der Kleber unmittelbar aus und verbindet sich nicht mit dem Leder.

Zusätzliche Tipps vor dem Kleben

Nicht jedes Ledermaterial ist gleich. So gibt es Unterschiede bei der Verwendung der Gerbstoffe, mit denen das Lederteil haltbar gemacht wird. Das Gleiche gilt für die Farbe des Leders. Bei der Verwendung eines ungeeigneten Klebers Flecken und Verfärbungen entstehen können. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, zunächst eine Probeverklebung vorzunehmen. Verkleben Sie das Teil aus Ledermaterial an einer später nicht sichtbaren Stelle probeweise mit dem zweiten Werkstück. Warten Sie bis zum völligen Aushärten des Klebstoffes, bevor Sie mit der großflächigen Verklebung an den sichtbaren Stellen beginnen.

Welche Kleber eignen sich am besten?

Die Auswahl an Klebstoffen für Lederteile umfasst diese unterschiedlichen Möglichkeiten:

  • Kontaktkleber
  • Lederkleber
  • Sekundenkleber
  • Sprühkleber

Für die richtige Wahl ist es entscheidend, die Beschaffenheit des Leders zu kennen. Zusätzlich ist auf das mit dem Lederteil zu Verklebende zweite Material zu achten. Wenn das gelingt, ist Lederkleben kinderleicht und Sie können Lederteile richtig und sauber mit jedem Werkstoff verkleben. Am folgenden Beispiel mit einem Sekundenkleber möchten wir uns der Praxis beim Lederkleben zuwenden.

Leder kleben – Sekundenkleber

Wenn Sie Teile aus Leder mit einem harten Untergrund wie beispielsweise Holz verkleben möchten, ist Sekundenkleber eine gute Wahl. Hier eignet sich zum Beispiel der geruchlose Sekundenkleber von DIP-Tools, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das Verkleben der beiden Materialien ist kinderleicht und kann problemlos und schnell zu Hause erledigt werden. Dazu ist dieser Flüssigkleber frei von umweltschädlichen Geruchsstoffen und kann dank des ergonomisch geformten Verschlusses sehr Einfach verwendet werden.

Leder kleben am Beispiel einer Handtasche

Nach längerer Nutzung kann es vorkommen, dass sich an der Lederhandtasche die Schlaufe zur Befestigung des Schultergurts löst. Das ist ärgerlich, kann aber mit einem guten Hochleistungskleber schnell wieder repariert werden. In diesem Zusammenhang empfehlen wir den vielseitigen und stabilen UV-Kleber von DIP-Tools.

Dieser Klebstoff ist leicht, präzise anzuwenden und härtet durch das UV-Licht der Umgebung in sekundenschnelle aus. Der Kleber überzeugt durch große Stabilität und ist damit ideal für Handtaschen geeignet, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Zunächst ist die Klebestelle zu reinigen. Sie sollte sauber, trocken und fettfrei sein, damit beim Verkleben ein gutes Ergebnis erreicht wird. Der UV-Kleber wird nur auf einer Seite der zu verklebenden Teile fein aufgetragen. Je weniger Klebstoff Sie an dieser Stelle verwenden, umso besser ist anschließend die Verklebung. Je nach verwendeter Menge an Klebemittel erfolgt das Andrücken der Materialteile für einen Zeitraum von wenigen Sekunden. Daraufhin ist der Klebstoff bereits völlig ausgehärtet und die Reparatur ist beendet.

Häufige Fragen und Antworten zu Leder kleben

Kann ich Lederkleber selber machen?

Um Kleber herzustellen, benötigen Sie lediglich zwei Esslöffel Weizenmehl, diesen geben Sie in eine Schüssel und geben unter ständigem Rühren teelöffelweise Wasser hinzu. Am Ende entsteht nach kurzer Zeit ein Klebstoff.

Welche Alternative gibt es zu Lederkleber?

Gute Alternativen zu Lederkleben stellen Sprühkleber, Alleskleber oder auch Kraftkleber dar.

Kann man mit Holzleim Leder kleben?

Nutzen Sie Sprühkleber um Leder mit Leder oder auch Holz und Metall zusammenkleben. Sprühkleber ist vor allem für Kunstleder genau richtig. Um sicherzugehen, dass der Kleber für Ihren Zweck funktioniert, testen den Kleber an Lederresten oder einer kleinen Stelle des zu klebenden Lederstücks.

Kann man Stoff auf Leder kleben?

Um Stoff auf Leder zu kleben, sollten Sie einen elastischen Klebstoff nutzen, damit die Stoffteile flexibel bleiben können.

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